Schlagwort-Archive: Vortrag

LGBTIQ*-Politik zwischen Alice Weidel und neoliberaler Individualisierung: Zur (Un-)Möglichkeit queerer Solidarität

Vortrag und Diskussion mit Dr. Christine Klapeer

Mo, 22. Oktober, 19:00 Uhr
Veranstalter*in: LesBiSchwule* KULTURTAGE
Ort: Café Kabale
Der Eintritt ist frei.

Aktuelle gesellschaftliche Verhältnisse – wie die zunehmende neoliberale Ökonomisierung des Sozialen, Entsolidarisierung und Individualisierung ebenso wie der (neue) Aufstieg rechter/rechtsextremer Parteien und Bewegungen – haben auch wesentlichen Einfluss darauf, wie LGBTIQ*-Politiken formuliert und welche Forderungen auf welche Weise artikuliert werden (können). In dem Vortrag wird insbesondere diskutiert, wie Gewalt gegen und Diskriminierung von LGBTIQ* derzeit verhandelt werden und welche unterschiedlichen Problematiken und Leerstellen (z.B. Rassismen, mangelnde Kapitalismuskritik, Fokus auf gleiche Rechte oder Toleranz) diesbezüglich in den verschiedenen queeren und feministischen Commmunities und Bewegungen konstatiert werden können. Schließlich wird gefragt, welche Herausforderungen sich daraus für mögliche queere Solidaritäts- und Bündnispolitiken ergeben.

Referent*in:
Dr. Christine M. Klapeer ist Politikwissenschaftlerin und forscht zu queeren Bewegungen und LGBTIQ*-Politiken. Derzeit hat sie die Gastprofessur für Geschlechterpolitik an der Universität Kassel inne.

Programmübersicht

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Trans* und Elternschaft

Vortrag von Rix Weber

Mi, 24. Oktober, 19:00 – 20:30 Uhr
Veranstalter*in: SCHLAU Göttingen
Ort: Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB)
Der Eintritt ist frei. Spenden für das SCHLAU-Projekt sind willkommen.
 

In diesem Vortrag gibt es zuerst einen Überblick über die aktuelle Situation von trans* Eltern in Deutschland. Anschließend wird aufgezeigt, dass leider auch unter feministischen Eltern viel Biologismus und Transfeindlichkeit zu finden ist. Im Hauptteil präsentiert Rix die wichtigsten Punkte seiner Masterarbeit, in der es viel um Erfahrungen zu Schwangerschaft, Identitätsfragen und Zuschreibungen an trans* Eltern geht.

Referent*in:
Rix Weber (M.A. Gender Studies) schrieb die Masterarbeit zu „Trans* und Elternschaft“ und ist selbst auch Elter* von zwei Kindern. Rix ist trans*aktivistisch und queer-feministisch unterwegs.

Veranstalter*in:
SCHLAU ist ein bundesweites Netzwerk von Lokalprojekten und bietet in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen Aufklärungsveranstaltungen zum Thema „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ an und berät Lehrkräfte bei der Unterrichtskonzeption zu LGBT*IQ-Themen.

Programmübersicht

Rosa Winkel, Regenbogen und Rote Rosen

Multimedia-Vortrag von Erwin In het Panhuis

Do, 25. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Veranstalter*innen: LesBiSchwule* KULTURTAGE, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen
Ort: Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB)
Der Eintritt ist frei.

Der gemeinsam genutzte Mantel ist wohl das älteste Symbol für eine gleichgeschlechtliche Beziehung. Es wurde bereits in der Antike verwendet – genauso wie der Hase als Fruchtbarkeitssymbol und die Lotus-Blume als Symbol für Potenz. Kleidung, Tiere und Pflanzen – seit Jahrtausenden verwenden wir Symbole für homoerotisches Begehren. Schwule Symbole im Film können alles zum Ausdruck bringen, ohne dabei gesellschaftliche Tabus zu verletzen. Der Filmtitel „Wie die Karnickel“ greift auf das gleiche Symbol wie in der Antike zurück. Über Symbole verstehen und erklären wir die schwule Welt: Wer in der Community von „Beuteschema“, „Bären“ und „Barebacking“ spricht, wird sofort verstanden. Ein Film wie „Erdbeer und Schokolade“ oder „Beefcake“ soll Appetit auf Männer machen. Ohne den Kleiderschrank als Symbol würde es die Begriffe „Coming-out [of the Closet]“ und „Outing“ gar nicht geben. Symbole bestehen meist aus archetypischen Bildern. Sie können aber auch neu entstehen und sich verändern. Aus dem Lila der Schwulenbewegung um 1920 wurde in den 1970er Jahren das Rosa. Das KZ-Symbol des Rosa Winkels diente in der NS-Zeit der Stigmatisierung schwuler Männer und wurde später ein Zeichen schwulen Stolzes. Heute ist es die Regenbogenfahne, die als schwulenpolitisches Symbol auf eine bunte Szene verweist.

Referent:
Erwin In het Panhuis ist Diplom-Bibliothekar und Historiker. Er forscht seit Jahrzehnten zu homosexuellen Themen und hat für sein aktuelles Projekt zur Symbolik über 500 Filme aus mehr als 100 Jahren Filmgeschichte analysiert.

 

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Es ist fünf vor Sub: Schwules Leben in Göttingen in den 80er und 90er Jahren

Vortrag, Präsentation und Diskussion mit Klaus Müller

Mo, 29. Oktober, 19:30 Uhr
Veranstalter*innen: LesBiSchwule*Kulturtage, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB)
Ort: Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB)
Der Eintritt ist frei.

Polit-AG, Strickliesels, Tuntenterror, Pädosexualität, Gefahr durch Aids – dies sind einige Begriffe und Themen der Göttinger Schwulengruppen(n) in den 80er und 90er Jahren. Damals gab es aber noch vieles mehr. Wer waren die Rosa Gänseliesel? Was versteckt sich hinter „Rosa Provinz“? Wo war in Göttingen das Big Apple? Wo trafen sich damals die Schwulen? Welche Kneipen gab es? Gab es Kooperationen mit den damaligen lesbischen Strukturen? Gab es Konflikte mit der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft? Darüber soll erzählt und diskutiert werden.
Als Zeitzeuge über zwei Jahrzehnte wird Klaus Müller auch über die Entstehung des Waldschlösschens, der Göttinger AIDS-Hilfe, des Göttinger Schwulenzentrums und der LesBiSchwulen* KULTURTAGE berichten. Dazu hat er mit Sicherheit die eine oder andere spannende Anekdote im Gepäck. Außerdem dürfen wir gespannt sein auf zahlreiche   Originaldokumente aus vergangenen Zeiten wie Fotos, Plakatmotive und Presseartikel.
Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen geht die Blickrichtung auch nach vorn: Wie hat sich das schwule Leben in Göttingen verändert und weiter entwickelt? Welche Rolle kann das Queere Zentrum Göttingen einnehmen, das erstmals alle nicht-heteronormativen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten in Göttingen unter einem Dach vereint?

Referent:
Klaus Müller war in den 80er und 90er Jahren in der Göttinger Schwulenbewegung aktiv. So gründete er mit andern die Göttinger Aids-Hilfe, war viele Jahre in deren Vorstand und ist heute Vorsitzender der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung.

 

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Let’s talk about Sex

Das Präventionsteam der Göttinger AIDS-Hilfe stellt sich vor

Mo, 12.11., 19:00 – 21:00 Uhr
Veranstalter*in: Präviteam der Göttinger AIDS-Hilfe
Ort: Queeres Zentrum Göttingen
Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir laden Euch ein, mit uns zusammen über Sex zu reden, sich über Prävention auszutauschen und über Vielfalt zu staunen.
Mit witzigen, spannenden Mitmach-Methoden wollen wir Euch einen Einblick bieten in all das, was das Präviteam der Göttinger AIDS-Hilfe.
Freut Euch auf unseren reich gefüllten Sex-Koffer, auf Mikroben-Jagen, Dr. Sommer-Expertengruppen und vieles mehr. Wir freuen uns auf Euch!
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die Lust auf ein bereicherndes Ehrenamt haben und ebenso an Menschen, die im pädagogischen Bereich tätig sind und überlegen, wie sie das Thema Sexualität in ihrer Arbeit am besten rüberbringen. Außerdem können natürlich auch alle kommen, die einfach Lust auf einen Abend voller spannender Themen haben!

Veranstalter*in:
Wir, das Präviteam, wollen Menschen ermutigen, ihre Sexualität lustvoll und selbstbestimmt zu leben und mit Sexpartner*innen und Infektionsrisiken achtsam umzugehen. Bei all unseren unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen schaffen wir Gesprächsanlässe rund um sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung ebenso wie über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

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Alles normal?!

Vorstellung und Diskussion von Methoden der LGBT*IQ-Schulaufklärung

Mi, 21. November, 19:00 – 20:30 Uhr
Veranstalter*in: SCHLAU Göttingen
Ort: Stadtjugendring Göttingen
Die Teilnahme ist kostenlos. Spenden zugunsten des Schulaufklärungsprojektes willkommen.

Im Dezember 2014 hat der niedersächsische Landtag eine Entschließung angenommen, nach der die Landesregierung gebeten wird, dafür Sorge zu tragen, dass Homo- und Bisexualität, Trans* und Intergeschlechtlichkeit in angemessener Weise im Unterricht thematisiert werden. Die Notwendigkeit hierzu zeigen sowohl wissenschaftliche Untersuchungen als auch die Evaluation der Schulbesuche von SCHLAU: Die Hälfte der Teilnehmer*innen hat noch nie im Unterricht über LGBT*IQ gesprochen – und das, obwohl „schwul“ noch häufig als Schimpfwort über den Schulhof schallt.
Mit dieser Veranstaltung möchte das Göttinger SCHLAU-Team sich selbst, seine Methoden und seine Erfahrungen an Schulen der Region vorstellen. Im Methodenteil steht die Selbsterfahrung im Vordergrund. Danach ist Zeit für Fragen und eine Diskussion über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Lehrplan.
Der Abend wird von mehreren Teamer*innen von SCHLAU Göttingen geleitet.

Veranstalter*in:
SCHLAU ist ein bundesweites Netzwerk von Lokalprojekten und bietet in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen Aufklärungsveranstaltungen zum Thema „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ an und berät Lehrkräfte bei der Unterrichtskonzeption zu LGBT*IQ-Themen.

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